Diplomatic Performance at the international symposium ‘Ich Bin Die Vielen’
Ambassadors Tal Adler and Osama Zatar are invited to perform in the International Symposium ‘Ich Bin Die Vielen, Das Ende der zweiwertigen Logik.
The event will be held on November 13th and 14th, at the Academy Of Fine Arts Vienna.
brief and program in German:
ICH BIN DIE VIELEN
Das Ende der zweiwertigen Logik
Internationale Konferenz an der Akademie der bildenden Künste. Wien
13. und 14.November 2009
veranstaltet vom Lehrstuhl für Philosophische und Historische Anthropologie der Kunst
Prof.Dr.Elisabeth Samsonow
Die Tagung dient der Schärfung und Vertiefung einer Diskussion, die in einer Reihe von zeitgenössischen Wissensbereichen heiß geworden ist. Die zentrale Frage ist die nach einer Identitätskonstruktion, die genau diejenigen Begriffspaare zu vermeiden bzw. zu unterlaufen weiß, die etwa Kulturen in die einen und in die anderen gespalten hatte, aber auch Ethnien, Künste und Kontinente, Gesellschaften und Gruppen, Naturen und Religionen, Welten, Geschichte(n) und Theorien. Die aktuelle Auseinandersetzung zum Thema des Trans- oder Posthumanen bringt nach der Ankündigung der Einebnung der Natur/Kultur-Differenz auch ähnliche, damit in Zusammenhang stehende Differenzen ins Wanken – nicht zuletzt die Geschlechterdifferenz. Eine Herausforderung für die Gesellschaft der Zukunft ist die Nivellierung des Alteritätsbegriffs dort, wo nach wie vor eine starke metaphysische Begrifflichkeit zum Zwecke der Subordination und der (kolonialen, postkolonialen) Repression eingesetzt wird. Alain Badiou meinte, daß Differenz als philosophisches und logisches Prinzip das Charakteristikum des 20.Jahrhunderts gewesen sei. Ist Differenz ein Begriff, der seine Konjunktur hinter sich hat? Wenn ja, was bedeutet das für zeitgenössische Wissensmodelle? Könnte es sein, dass Differenz zwar ein logisches, nicht aber ein anthropologisches Prinzip darstellt? Hat das „zweiwertige Denken“ ausgedient? Die Tagung macht sich diejenigen philosophischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Ansätze zum Thema, die auf Alternativen zum Begriffspaar Identität und Alterität aufbauen, aber überhaupt als Alternativen zur Paarigkeit und dualen logischen Maschinen ins Rennen gehen. Der Fokus liegt also auf Kategorien des Transitorischen, Medialen, Komplexen und Transgenerischen. Die Konferenz soll dazu beitragen, die Transversalen zu skizzieren, der entlang sich zunächst in der beginnenden Modern, fortgesetzt in der Postmoderne, die Einbrüche historischer Epistemologien ereigneten, und denen wiederum folgend es gilt, neue Begrifflichkeiten zu Bewusstsein und Leben, Körper und Medium, Raum und Kommunikation zu entwerfen. Also: wer sind wir heute?
TeilnehmerInnen:
Otto E.Rössler, Physiker Tübingen
Ernsto Alvarado, Psychologe und Heiler ( Denver Colorado)
Renate Lachmann, Literaturwissenschaftlerin (Konstanz)
Thomas Slunecko, Psychologe (Wien)
Thomas Fillitz, Ethnologe Universität (Wien)
Elisabeth von Samsonow, Philosophin und Künstlerin (Wien)
Arno Böhler, Philosoph (Wien)
Jakob Lena Knebl, Künstler(in) Wien
OneState Ambassadors Tal Adler (Israel) und Osama Zatar (Palästina)